Hier werden die Tierschutzmaßnahmen dargestellt:






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Was ist artgerecht?

Pferde sind „Lauftiere“! So meinte kürzlich ein „Schlaumeier“. Aber das ist die wohl dümmste Bezeichnung für Pferde. Niemand wird sie mit Kriechtieren oder Vögeln verwechseln können.

Wer so daherredet, kann wohl kaum herausfinden, was für Pferde „artgerecht“ ist im Gegensatz zu allen anderen Tieren, die auch laufen.

Fluchttiere (Beutetiere) kontra Raubtiere

Pferde sind Fluchttiere und dieser Tatsache verdanken sie ihr Leben und darauf ist die ganze Existenz ihrer Art eingestellt. Sie sind immer fluchtbereit und meiden alles, was ihre Fluchtbereitschaft einschränken kann.

Deshalb sind ihre Augen so angeordnet, dass sie jederzeit alles rundum beobachten können. Sie sehen jede kleinste Bewegung auch bei Dunkelheit und sie sind extrem neugierig. Deshalb meiden sie Wald und Höhlen. Dort lauern die Raubtiere, dort ist ihnen die Sicht genommen und der Fluchtweg versperrt. Wald, Höhlen und auch Unterstände sind beängstigend und erzeugen Stress. Pferde suchen lieber Aussichtspunkte als Aufenthalt aus. Dort fressen sie, ruhen sie, trotzen sie der Witterung, pflegen sie sich gegenseitig, trainieren sie ihr Sozialverhalten und ihre Fitness. Darauf ist ihr Körper und ihre Psyche eingestellt seit es Pferde gibt.

Um zu schlafen brauchen sie sich nicht hinzulegen. Ihr Bandapparat erlaubt ihnen ohne Gleichgewichtsprobleme und ohne Muskelarbeit im Stehen zu schlafen. So sind sie immer fluchtbereit. Im Liegen ist die Atmung und der Kreislauf behindert. Das zweite Herz, die „Hufpumpe“ arbeitet nicht.

Pferde sind keine Haustiere

Sie sind Steppentiere und nicht Wald- oder Höhlenbewohner und sie werden auch mit der Witterung ihrer Heimat (Asien und Europa) zu jeder Jahreszeit fertig ohne jeglichen Witterungsschutz. Steppe ist bekanntlich baumloses Grasland.

Zudem sind sie auch Herdentiere. Die Herde bietet ihnen Schutz vor extremem Wind und extremer Sonnenstrahlung. Die vielen Augen, Ohren und Nüstern warnen sie vor dem Angriff von Raubtieren und mit der Größe der Herde und der einzelnen Fitness erhöht sich die Überlebenschance jedes einzelnen Tieres.

Die Fitness hängt ab vom Futter, der Bewegung und der Anpassung an die Witterungs- und Bodenverhältnisse zu jeder Jahreszeit.

Die Verdauung ist der Steppe angepasst. Dort wachsen artenreiche rohfaserreiche Gräser und Kräuter. Zu jeder Jahreszeit andere. Jeder Bissen wird vorher untersucht. Die Tiere wissen (instinktiv durch Geschmack und Geruch) welche Pflanzen ihrer Gesundheit gerade am Besten dienen (am Besten schmecken) und decken sich damit ein. Dann kommen die Magenfüller an die Reihe und werden bis ca. 5 cm Länge abgefressen. Was nicht schmeckt bleibt stehen. Die Beweidung ist „selektiv“. Mit dem Grünfutter wird gleichzeitig der Wasserbedarf fast vollständig gedeckt (Pflanzensäfte, Tau, Regen, Schnee).

Bei Beweidung bewegen sie sich ca. 5 - 15 km pro Tag und sie dauert 16 bis 23 Stunden pro Tag. Es gibt keine „Mahlzeiten“ wie bei Rindern. Es wird dauernd gefressen, verdaut und die Energie wieder verbraucht zu Bewegung, Körperaufbau und Wärmeregulierung. Dabei kann die Energie schneller verbraucht werden als sie aufgenommen und im Körper gespeichert wird. Sie wird schnell verbraucht zur Flucht und Wärmeregulierung (Stress, Schweiß, Fellwechsel, hohe und niedrige Temperaturen und Temperaturschwankungen, Zittern, Haare aufstellen ...). Pferde nehmen sehr schnell ab und nur langsam wieder zu.

Bei Regen bildet sich auf jeder Weide aufgeweichter Boden (Matsch). Dieser sorgt dafür, dass das Hufhorn beständig feucht gehalten wird. Die Feuchtigkeit macht das Hufhorn abriebfest und elastisch. Die Elastizität ist, zusammen mit der ständigen Bewegung, für die Funktion der Hufpumpe und damit für die Funktion des Kreislaufs notwendig. Matsch ist für Pferde gesund und notwendig und keineswegs ungesund. Für das „Fluchttier“ bedeutet das Waten durch tiefen Matsch jedoch Stress, weil es dabei nicht fluchtbereit ist. Zur Flucht benötigt es hufgriffigen Boden.

Da der Körper darauf angelegt in baumlosem übersichtlichen Grasland zu leben muss er vor der Witterung geschützt sein. Gegen Feuchtigkeit schützt das Fell, welches von Talgdrüsen eingefettet ist. Wollhaar und Deckhaar sowie die fetten abgestorbenen Hautschuppen machen es für Niederschlag undurchdringlich, nicht jedoch für Schweiß, der zur Kühlung der Körpertemperatur austritt.

Das Wollhaar schließt wärmedämmende Luftschichten ein, die vom Deckhaar vor Nässe geschützt sind. Jede Haarwurzel kann das Haar aufrichten oder flachlegen und so die Luftschichten vermehren und verringern.

Im Herbst bildet sich das luftreiche Winter- und im Frühjahr das luftarme Sommerfell. Lediglich sehr große Windgeschwindigkeiten können die Deckhaare etwas heben und wärmende Lufteinschlüsse wegblasen. Dagegen hilft die richtige Position gegen den Wind und das Zusammenstehen im Herdenverband, welches dem Wind die Geschwindigkeit nimmt, ihn verwirbelt.

Die Hufe, wenn sie nicht beschlagen sind, passen sich optimal an die Aussentemperatur an. Bei Kälte sinkt die Körpertemperatur der Hufe auf ca. 0 Grad Celsius ab. Diese Temperatur hat auch etwa Schnee und Eis. So wird dem Pferdekörper, auch bei Kälte, durch den Bodenkontakt der Hufe kaum Wärme entzogen.

Dass die Tiere in der Steppe bei extremer Witterung einen natürlichen Witterungsschutz aufsuchen wage ich zu bezweifeln, weil in der Steppe i.d.R. keine Büsche und Bäume sind und weil Fluchttiere alles vermeiden, was ihre Sicht und Fluchtbereitschaft einschränkt wenn sie sich nicht in Sicherheit fühlen.

Außerdem brauchen die Tiere die Reizsignale aus der Natur, dass sich ihr Organismus auf die Verhältnisse der Umwelt rechtzeitig einstellen und sich trainieren kann.

Um die Hufe an die Böden anzupassen, den richtigen Zeitpunkt der Rosse im Frühjahr zu bestimmen, die Zeit für den Fellwechsel zu bestimmen benötigt der Organismus ein Jahr.

Die nötigen Reize liefern ihm offensichtlich die Witterung, die Sonne und der Pflanzenwuchs im Wechsel der Jahreszeit.

Stallhaltung ist nicht artgerecht

Sie ist schon artgerecht für Menschen, aber nicht für die Pferde. Wir sind Raubtiere, leben in warmen Höhlen und müssen uns vor Witterung schützen. Wir wollen möglichst wenig Arbeit haben und die Pferde gebrauchen, wann immer es uns beliebt. Wir wollen mit unserem Besitz angeben und haben ein übersteigertes Hygienebedürfnis. Wir passen uns nicht geduldig der Natur an wie sie ist, sondern wir halten unsere Hirngespinste für die Natur.

Und was treiben wir mit diesen wunderbaren Tieren?

Wir erklären sie zu Haustieren und spielen uns als Hausherren auf. Wir geben uns als Experten aus, aber kennen uns selber nicht. Wir meinen zu wissen was für Pferde gesund sei, können uns selbst aber nicht gesund verhalten und ernähren. Wir wissen nichts über die Tiere aber sind auch nicht bereit zu lernen. Wir meinen was wir für uns gut finden, wäre auch für Pferde gut.

Wir geben uns als „Tierfreunde“ aus, sind tatsächlich aber Tierquäler, die nur ihr eigenes Prestige, ihre eigene Sentimentalität, ihr eigenes Vergnügen und die Vermeidung notwendiger eigener Arbeit im Sinn haben. Wen kümmert es schon, was Pferde wirklich brauchen?

Falsche Maßnahmen aufgrund dieser falschen Einstellung:

Der Stall wurde erfunden um die Pferde immer verfügbar zu haben um sie getrennt voneinander fest zu halten (besonders Hengste könnten sich sonst natürlich verhalten!), um Krieg zu führen , um einen festgelegten Platz vermieten zu können, um die Arbeit bequem aufteilen zu können, um Futter rationieren zu können, um die Tiere für den Gebrauch trocken und sauber zu halten und um Platz und Kosten zu sparen werden sie sogar an Standplätzen festgebunden.

Da sie Futter und Tränke brauchen hat man Kraftfutter parat, das man bequem und Platz sparend kaufen und lagern kann und zu eingerichteten Mahlzeiten zusammen mit Heu bequem portioniert vorlegen kann, natürlich in Tischhöhe, damit nichts zertrampelt wird.

Da die Tiere alles wieder ausscheiden und im eigenen Dung stehen würden, ist im Stall eine Einstreu nötig damit bis zur nächsten Reinigung wenigstens der Urin aufgesaugt wird und es trocken und sauber wenigstens oberflächlich aussieht.

Insgesamt ist es auch bequemer den Mist auf ca. 8 qm /Pferd aufzuladen, als jeden Haufen auf der Weide zu sammeln.

Weidegang für Stallpferde ist in den Augen ihrer Halter häufig eine Zumutung. Er wird meist nur deswegen gewährt, weil sämtliche Lehrbücher ihn wenigstens zeitweise fordern, vor allem für Fohlen und weil sich mit der Idylle „Pferd auf grüner Wiese“ wunderbar für Pensionsplätze Reklame machen lässt. Noch exclusiver wirkt jedoch die Aussicht, dass das Pferd seine Bewegung in einer Reithalle oder einem Karusell absolvieren darf mit anschließender Saugerreinigung, Waschanlage und Höhensonne.

Das alles wird von „Tierfreunden“ als „artgerecht“ bezeichnet und akzeptiert, die zu dumm oder zu faul sind, selbst zu beobachten, sich zu informieren und eingebürgerte Regeln und „Expertensprüche“ zu hinterfragen.

Was passiert bei dieser Pferdehaltung?

Unsere Bauernwiesen sind für Kühe und zum Mähen eingerichtete Grasplantagen, die zur Milcherzeugung eiweissreiche fette Gräser erzeugen und um die Ställe herum gelegen sind. Sie sind zum Mähen schön geebnet und Kräuter, deren Blätter beim Heuwenden zerbröseln und dem fetten Gras den Platz streitig machen, sind unerwünscht.

Dorthin werden nach langem Stallaufenthalt an Heu, Kraftfutter und feste Mahlzeiten gewöhnte Stallpferde getrieben. Zuerst holen die Tiere ihren ganzen unterdrückten Bewegungsdrang nach. Weil ihre Hufe im Stall porös wurden und sich so schnell abnützen sind sie natürlich beschlagen. In das schöne Gras werden die Misthaufen verstreut und gleich niedergetrampelt. Bei feuchtem Boden wird die schöne Grasnarbe vor allem durch Hufeisen in einen Acker verwandelt. Deshalb ist nur bei Trockenheit Weidegang angesagt. Regenzeiten werden mit Trockenfutter überbrückt. Während der kurzen Weidezeiten schlingen sich die Tiere mit fettem und verunreinigtem Plantagengrün gierig den Magen voll, obwohl er nur Heu, Kraftfutter und feste Fresszeiten gewohnt ist. Die fetten Gräser sind Leckerbissen und kommen in der Steppe nur wenig und im Stallfutter überhaupt nicht vor. Hier bestehen die Weiden fast nur aus Leckerbissen, aber die Verdauung ist nicht darauf vorbereitet. Koliken, Durchfall und Hufrehe (= schmerzhafte Entzündung der Hufe, die zum Ablösen des Hufs führen kann) entstehen.

Bei der üblichen Einteilung der fetten Weiden in Flächen die abgeweidet werden dürfen, ist die Fütteraufnahme nicht mehr einzuschätzen.

Zu Beginn wird unweigerlich zu viel fettes Gras (die Leckerbissen) gierig verschlungen. Da es über die Weidefläche verteilt wächst wird der sonstige, rohfaserreiche und gesunde Bewuchs dabei ungenießbar (verschmutzt durch Kot (Parasiten), Urin und zermatschtem Erdreich).

Anschließend ist nur noch Ungenießbares zu finden obwohl die Weide nicht so aussieht als sei sie abgeweidet, denn Ungenießbares wird nicht mehr gefressen. Es bleibt stehen bis es wieder genießbar ist. Nach der Überernährung folgt Unterernährung oder die Aufnahme ungenießbaren Futters, was dann niemand merkt.

Bricht man die Beweidung sicherheitshalber zu früh ab, um Unterernährung zu vermeiden, nehmen auf Dauer die ungenießbaren und weniger schmackhaften Pflanzen (die erst später gefressen werden) überhand und verdrängen die schmackhaften.

Die früher fette Weide wird immer mehr ungenießbar. Beiden fehlt die Artenvielfalt an Kräutern und Heilpflanzen mit denen sich Pferde instinktiv selbst kurieren können.

Die Verschlechterung der Weide kann man verhindern, wenn man die Wiese nach der Beweidung mäht, aber damit mäht man auch die Misthaufen mit und die Tiere verwurmen durch das Heu. Ebenso werden beim Mähen die Haufen mit den Wurmeiern über die Wiese gleichmäßig verteilt und die Tiere verwurmen wieder durch den Weidegang. Man könnte den Kot von der Weide einsammeln, aber das geht nicht, denn er liegt im hohen Gras, ist zerstreut und zertrampelt.

An den häufigen Aufenthalten der Tiere ist der Boden so vertreten, dass kein Grün mehr wächst. Bei Regen bildet sich dort Matsch.

Aufgrund dieser Erfahrungen kommt man gerne zum Schluss dass man Pferde nur kurz und ergänzend auf die Weide lassen kann um diese zu schonen und um sich die Weidepflege zu ersparen. Sie werden wieder überwiegend in Ställe gesperrt. Bald kann man erkennen dass manche Pferdebeine Mauke bekommen, wenn sie ihre Beine vorher auf der Weide nass oder matschig gemacht haben. Das ist erneut ein Grund den Weidegang nachts (Tau) und bei Niederschlägen ausfallen zu lassen und die Beine im Stall schön trocken zu halten. Dazu dient die Einstreu im Stall. Diese saugt den Urin auf und der Boden ist trocken.

Aber der Urin besteht zu 95 % aus Ammonium. Wird dieses Ammonium schön warm gehalten (durch die Einstreu) so entsteht Ammoniakgas. Die Einstreu verhindert auch, dass eine Luftzirkulation das Ammoniak entfernen könnte. Ammoniakgas verbindet sich rasch mit Wasser zu Salmiaklauge die Eiweiß zerstört, weswegen sie auch in starken Reinigungsmitteln verwendet wird.

In diesen Ammoniakgas stehen die Pferde, wenn sie von der nassen oder matschigen Weide kommen und in der Salmiaklauge stehen sie wenn sie auf der Einstreu stehen und den aufgesaugten Urin ausquetschen.

Das Hufhorn, die Haut und die Haare bestehen hauptsächlich aus Eiweiß.

So „behandelte“ Hufe werden brüchig und nützen sich schnell ab. Daher benötigen sie bald einen Beschlag um die Abnützung zu verringern. Die Auflagefläche der Eisen und die Nagellöcher bilden weitere Angriffsflächen für die Salmiaklauge.

Die Eisen beschädigen auch die Weide und behindern die Hufpumpe.

Schädlich ist also nicht Feuchtigkeit oder Matsch auf der Weide oder im Paddock, sondern der anschließende Aufenthalt im Stall mit Einstreu.

Im Stall arbeitet die Hufpumpe auch nicht. Dazu fehlt ihr die nötige Bewegung während des Grasens am Boden und der Widerstand des Bodens bei jedem Schritt.

Die Einstreu ist weich und bietet keinen Widerstand, im Stall bewegt sich das Pferd nicht, sondern es steht. Das Futter wird meist in Tischhöhe gereicht. Der Band- und Sehnenapparat belastet die Hufe falsch und zusätzlich verhindern oft die Eisen die notwendige Pumpbewegung einer elastischen Hufschale. Der Blut-Kreislauf wird nicht fit gehalten.

Was kann man tun?

In der Regel garnichts! Wenn man mit der Pferdehaltung anfängt hat man ein Pferd, das man in Pferdegesellschaft halten soll. Also ist man auf die Gesellschaft anderer Pferdehalter angewiesen, die in der Regel auch nichts tun können als sich mit den Möglichkeiten abfinden, die sie haben.

Und als Möglichkeit bietet sich i.d.R. eben ein Stall an mit einer Stallordnung an die man sich halten muss. So kann man niemand einen Vorwurf machen, der sein Pferd im Stall unterbringen muss. Aber wer meint, dies sei die einzig akzeptable Haltungsform, die jedermann seinem Pferd gönnen müsse, ist schon gestraft genug.

Ich jedenfalls versuche die Erkenntnisse der Forschung auszuprobieren und wenn möglich auch durchzuführen.

Iris Bachmann hat in ihrer Untersuchung in der Universität Zürich herausgefunden, dass die ganzjährige Freilandhaltung die einzige Haltungsform ist, die sämtliche Bedürfnisse der Pferde erfüllen kann, also am artgerechtesten ist und Pierre Burkhard hat einen besonderen Offenstall entwickelt für beengte Verhältnisse. Den kenne ich zwar nicht, aber ich vermute, dass dabei Tränke, Fütterungsplatz und Witterungsschutz möglichst weit voneinander entfernt angeordnet sind. http://www.ch-forschung.ch/pd/9802/art_01.htmHält man seine Pferde in ganzjähriger Freilandhaltung, so verändern sie sich.

Durch ganzjährigen Aufenthalt auf der Weide sind die Tiere nicht an Mahlzeiten gebunden, sondern die Mäuler haben ständig Beschäftigung und die Beine ständig Bewegung und Feuchtigkeit. Die Verdauung funktioniert besser, die Tiere wissen instinktiv, welche Gräser und Kräuter ihrer Gesundheit gerade am Besten dienen, wenn sie auf der Weide vorhanden sind.

Durch die Herde stellt sich eine Rangordnung und ein Sozialverhalten wieder ein. Die Tiere pflegen sich gegenseitig und vertreiben gegenseitig die Insekten. Eine ausgeglichene Psyche ist die Folge.

Es entwickelt sich ein Sommer- und ein Winterfell, das die Thermoregulierung auch bei extremen Witterungsverhältnissen bewältigt.

Auch die Hormone werden durch die Umwelteinflüsse gesteuert. Die Stuten bekommen eine einzige Rosse im Frühjahr.

Die Fohlen werden durch die ganze Herdengemeinschaft erzogen. Es entstehen Freundschaften und Stuten, Hengste und Wallache vertragen sich, solange sie sich an die bestehende Rangordnung halten.

Vermutlich kennen die Tiere auch ihre Verwandschaftsverhältnisse und vermeiden Inzucht.

Durch meine Freilandhaltung möchte ich einen Beitrag zum Tierschutz leisten und zeigen, dass man mit genügend Weidefläche, natürlichem oder künstlichem Witterungsschutz, Pferde gesund halten kann und dass man Hengste nicht lebenslang in Boxen einsperren muss.

Was manche „Tierschützer“ meinen ist Tierquälerei:

Besonders im Winter, aber auch im Sommer regen sich viele auf, die meinen sie seien Tierschützer. Das sind sie aber nicht. Sie haben lediglich ein loses Maul und nichts im Hirn. Sie haben keine Ahnung über die Tiere, über die sie sich das Maul zerreissen und sind noch dazu zu faul, nachzudenken oder sich wenigstens zu informieren. Meistens beten sie nur das nach, was sie von irgendwelchen anderen gehört haben, ohne sich selbst Gedanken zu machen oder selbst zu beobachten, ob das aufgeschnappte stimmt.

Im Sommer meinen sie, die Pferde stehen auf der Weide und haben nichts zu fressen weil schon alles abgefressen ist. Das schaut aber nur so aus. Tatsächlich fressen sie das schon ältere Gras am Rand der Weide, wo immer wieder ein Streifen dazukommt. Dadurch findet jedes Pferd das ganze Querschnittsangebot der Weide. Auf der schon abgefressenen Fläche wächst frisches Grün nach. Davon dürfen sie naschen, aber nicht zu viel bekommen. Es enthält zu viel Eiweiß. Das ergibt Hufrehe.

Wegen der Fliegen meinen sie, gehörten Pferde in einen schattigen Stall. Falsch! Wind vertreibt die Fliegen. Mindestens zwei Tiere die sich mögen, vertreiben sich die Fliegen gegenseitig. Die Mähne und der Schweif dürfen nicht gekürzt sein. Damit verscheucht jedes Tier selbst seine Fliegen. Wälzen sie sich im Morast, dann erhält die Haut eine Schutzkruste, die gegen Mückenstiche schützt. Befreundete Tiere reinigen ihr Fell wieder gegenseitig. Dafür brauchen sie eine Herde und ein Sozialverhalten, das auch ihre Psyche gesund hält.

Im Winter meinen viele solche Tierschützer, Pferde bräuchten einen Stall, der sie vor feuchtem Boden, vor Niederschlag, Kälte und Wind schützt.

Wo haben sie den seit Urzeiten in den eisigkalten Steppen Asiens, der Urheimat ihrer Vorfahren?

Sie brauchen keinen Schutz vor Niederschlag, denn sie haben ein Winterfell, das der Kälte angepasst ist und das sich durch Talgdrüsen ständig Wasser abweisend einfettet. Beim Putzfimmel mancher Pferdefreunde wird diese Eigenschaft des Fells aber zerstört.



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