WolfgansHomepage

Norwegen 97 - Askvik - Erlebnisse am Fjord

 

Vor Oslo
Auf dem Oslofjord vor Oslo, Polarmuseum

 

Hardangervidda

Pünktlich um 9 Uhr fährt das Schiff in Oslo ein, wir schauen noch bei dem zentimetergenauen Anlegemanöver zu. Zum Frühstück gabs nur einen Kaffee, ansonsten sind wir noch pub-satt. Um 9.20 Uhr sind wir von Schiff. Zoll- und Passkontrolle ist wie immer. Keine. Da die 450 km bis Bergen auf den zu erwartenden Landstraßen einfach weit und lang sein werden, fahren wir direkt auf die Autobahn stadtauswärts, Richtung Drammen. Bereits vom Schiff konnten wir den riesigen Stau beobachten, der sich in Richtung Oslo, gottseidank in Gegenrichtung, kilometerweit fortsetzt. Auf der Autobahn kommen wir trotz des dichten Verkehrs zügig voran, so daß wir bald Drammen erreichen. Nanu, doch nicht so ruhig in Norwegen oder ist es bloß der Trubel um die Metropole? Auch die inzwischen fast überall gut ausgebaute Straße Richtung Kongsberg hat noch viel Verkehr. Aber es ist schon angenehmer zu reisen als bei uns. Auch die generellen Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 km/h werden im Prinzip eingehalten, es wird kaum dicht aufgefahren oder gedrängelt. In Kongsberg biegen wir dann in Berge, Richtung Geilo, ab. Von hier ab kommt es uns vor, als wäre fast gar kein Verkehr mehr, man kommt sich schon richtig alleine und einsam vor.

Nore-Stabkirche
Nore-Stabkirche

Nach einiger Zeit des Fahrens durch die wunderschöne Mittelgebirgslandschaft, vorbei an Weilern, Flüssen und Bergen machen wir einen kurzen Stop an der Nore-Stabkirche, die etwas abwegs an unserer Straße liegt. Außerdem kaufen wir dann im Ort ein paar Sachen, Brot, Käse, Wurst, zu trinken, für unser geplantes Picknick im Grünen ein, es ist wunderschönes Wetter und von Herbst noch keine Spur. Gabi findet eine Nebenstrecke, die wohl einige Kurven vor Geilo umgeht, und an dem wunderschönen Stausee Tunghoyfjorden mit herrlicher Aussicht auf die Hardangervidda mit ihren schneebedeckten Bergen entlangführt. Hier finden wir in einem lichten Wald ein Plätzchen für unser Picknick, doch hier oben ist es trotz des herrlichen Sonnenscheines leidlich kalt und ziemlich windig. So fällt es nur kurz aus, das Picknick.

Wald
Unser Picknickplatz, ohne Pilze

Immerhin, die Pause hat gutgetan, gestärkt fahren wir weiter nach Geilo. Von hier aus queren wir auf der Straße 7 die Hochebene der Hardangervidda im Norden.Es geht Richtung Eidfjord, das bereits auf Meereshöhe an einem Nebenarm des Hardangerfjordes liegt. Von Geilo aus gehts es bergauf auf über 1000 m Meershöhe. Leider wird nun das Wetter schlecht, es beginnt zu regnen. Oben geht das ganze in Schneeregen über. Brrr. Bevor es ganz wild wird, sehen wir ringsum über der Mondlandschaft aus Steinen, Flechten und Wasser auf die schneebekränzten Berge der Hochebene. Ein Gefühl von Leere und Einsamkeit macht sich breit. Gut das es im Auto so kuschelig ist. Und langsam geht es wieder bergab, Richtung Mabödalen. Hier müssen wir von den 1100 m wieder runter auf Meershöhe, nach Eidfjord. Und die Straßenbauer haben sich was einfallen lassen. Es geht entlang der senkrecht abfallenden schwarzen Felsen, vorbei an riesigen Wasserfällen, durch lange Tunnels hinein in den tiefen Schlund der Hölle. Das Wetter ist jetzt wechselhaft, mal Sonne mal Regen. Trotzdem schade, das wir heute bis Askvik bei Bergen wollen/müssen. Man könnte schauen, schauen, schauen. Von Eidfjord geht es auf der 7 bis nach Brimnes, wo wir mit der Fähre den Eidfjord überqueren. Zur Aufmunterung gibt es in der Cafeteria der Fähre einen Kaffee, schon sind wir angekommen. Dann geht es in einem über 7 km langen Tunnel unter dem Ingebjörgfjell hindurch, direkt danach gehts weiter auf der 7 am Hardanger-Fjord entlang. Hinter Norheimsund queren wir nochmal ein Fjell und biegen dann auf die kleine Nebenstraße, die dann größtenteils einspurig entlang des Samnangerfjorden verläuft, ab. In Osöyro gehts dann zur Wohnung in Askvik. Wir beziehen gegen 19 Uhr unsere kleine Ferienwohnung im Troja Sjo & Fritid, direkt am Fjord, mit kleinem Hafen vor dem Fenster.

Askvik
Askvik-Haven

Strøno

zurück zur HomePage

Seitenanfang

zurück

Reiseberichte