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Norwegen 97 - Askvik - Erlebnisse am Fjord

 

Dienstag 3.00 Uhr

Gabi wollte auf der sicheren Seite sein und so fahren wir dann am Dienstagmorgen um 3.00 Uhr los, Richtung Kiel. Für die Strecke hatten wir uns noch eine Route aus dem Internet geladen, die uns unorthodox aber schnell durch die vielen Autobahnen im Ruhrgebiet bringt. Und zu dieser Zeit ... Hinter Bremen halten wir an und machen eine ausgiebige Frühstückpause und relaxen ein wenig. die ungewöhnliche Zeit fordert ihren Tribut. Aber auf die Art und Weise sind wir um 9.00 durch Hamburg durch und bereits vor 10 Uhr in Kiel, so daß wir einen Ausflug an Küste, nach Laboe beschließen. Dort machen wir ein kleinen Strandspaziergang, bewundern die Drachen die man steigen lässt und gehen direkt am Wasser an der Förde entlang. Und dann kommt sie uns entgegen, die auslaufende Gorch Fock. Wow, was für ein toller Anblick. Stolz und majestätisch gleitet das wunderschöne Segelschiff langsam auf uns zu und vorbei. Wir bleiben über ein halbe Stunde stehen und staunen. Auf der Strandpromenade stehen viele Menschen und schauen ebenso wie wir begeistert zu. Nach einem kurzen Bummel über die Promenade , natürlich nicht ohne ein leckeres Fischbrötchen zu verspeisen, wird es Zeit sich aufzumachen zum Norwegenkai. Rechtzeitig um 12.30 Uhr sind wir da und nach einer kurzen Wartezeit fängt die Verschiffung an. Wir fahren mit der Kronprins Harald. das kleinere der beiden Fährschiffe der Color Line auf dieser Linie. Aber klein ist natürlich relativ, 5 Stockwerke ragt das Schiff über das Wasser, 8 hat es insgesamt. Wir beziehen unsere Kabine und schauen uns auf dem Schiff um. Und bestellen natürlich schon mal einen Platz für das Büffet am Abend. Dann gehts raus aufs Deck, wo wir die Sonne genießen und bei der pünktlichen Abfahrt um 14 Uhr zuschauen. Langsam manövriert sich der Riese durch die Fahrrinne, kleine Segel- und Motorboote fahren neben uns her, kreuzen noch eben unsere Fahrtroute und trotz der am Anfang noch langsamen Fahrt sind wir bald in Laboe, schneller als mit dem Auto, schauen rüber auf den Strand wo wir gerade noch standen und der Gorch Fock zuschauten. Nun winken uns andere zu.

Bergen, Tyske Brygge
Unser Reiseziel: Bergen

Kronprins Harald

Wir lassen uns durch das Schiff treiben, trinken einen Kaffee, tauschen Geld ein, lassen uns in einer der vielen Bars zu einem Aperitif hinreißen, schauen nochmal aufs Meer, kurz wir genießen die Fahrt und die Ruhe die man auf so einer 19 stündigen Schiffahrt hat.

Um 18 Uhr, wir haben nach dem Fischbrötchen in Laboe schon Hunger, erscheinen wir beim Abendessen. Da wir rechtzeitig reserviert haben, sitzen wir fast Fenster. Logenplatz. Wir lassen uns trotz der schon fast norwegischen Alkoholpreise nicht von einer Flasche Wein abhalten und schauen schon mal bewundernd zum riesigen Büffet hinüber. Es ist, wie immer, kaum zu fassen, was es da alles an Vorspeisen gibt. Fisch in allen Variationen, Wurst und Roastbeef von Elch und Ren, man weiss gar nicht wo man anfangen soll. Ich jedenfalls esse mich an den Vorspeisen satt, denn sowas bekommt man nicht alle Tage dargeboten. Und die warmen Hauptgerichte fallen irgendwie auch ein wenig ab. Kaum sind wir beim Essen, queren wir auf unserer Route die Baustelle der neuen Öresund-Brücke. Es sieht schon beeindruckend aus, wie sich die Brücke aus weiter Entfernung immer höher hebt, dann in weitem Schwung hoch über den Sund schwingt, um, von vielen Baustellenschiffen umgeben, jäh abbricht, aber doch emsiges Werken zu erkennen ist. Wir tafeln jedoch weiter, freuen uns auf unser Ziel, die Stille und Ruhe an der norwegischen Küste. Nach dem Essen machen wir noch einen Abendspaziergang auf Deck, versuchen die Mondfinsternis des Jahrhunderts zu beobachten. Leider sind inzwischen einige Wolken aufgezogen, die den freien Blick auf den Himmel nicht mehr zulassen. Nachdem wir dann die Fahrtrichtung und den eigentlichen Standort des Mondes zu diesem Zeitpunkt eingenordet haben, erkennen wir dann doch zwischen den Wolken ein schwaches Schimmern des von der Erde verdeckten Mondes. Bald schieben sich jedoch dichtere Wolken vor den schwachen Mondenschein, so daß es bis auf die Schiffsbeleuchtung und einige wenige Lichter in weiter Entfernung stockdunkel wird. Das Meer liegt still da, ruhig zieht unser Schiff seine Bahn.

Als wir dann gegen 2 Uhr morgens die freie Fläche des Skagerak erreichen, beginnt es wohl doch zu schaukeln. Ich merke natürlich nichts und schlafe einfach weiter. Gabi braucht aber ihre Tabletten gegen die Reisekrankheit und berichtet am anderen Morgen, wie stürmisch es war, wie das Schiff sich in den Wellen hob und senkte, in allen Spanten ächzte und stöhnte.

Hardangervidda

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