"Die Radler von Burg Schreckenstein"

Ein Rennrad auf dem Titelbild eines Jugendbuches - das gibt es nicht allzu oft. Die einzige mir bekannte Ausnahme findet sich in der "Burg Schreckenstein"-Reihe von Oliver Hassencamp, die jetzt wieder erhältlich (im Omnibus-Verlag) und ab 10 absolut zu empfehlen sind.

Diese Bücher haben mich in jungen Jahren erstmals mit dem Rennrad-Virus infiziert. Genauer gesagt, der oben abgebildete Band 3 der Reihe. Andi, der Held aus "Auf Schreckenstein gibt's täglich Spaß", ist ein leidenschaftlicher Rennradfahrer (Bilder und Text aus "Auf Schreckenstein gibt's täglich Spaß", © Franz Schneider Verlag 1975):

Nach einer Stunde und acht Minuten rollte Dampfwalze völlig erschöpft in den Burghof, stieg vom Rad und konnte nicht mehr gehen.
"Mann, das ist vielleicht ein Schlauch!" keuchte er. "Vor allem der Sattel! Wie hältst du das bloß aus auf diesem alten Brötchen?"
"Alles Gewohnheit", sagte Andi. "Das merkst du bald nicht mehr."
Dampfwalze streckte sich und ruderte mit den Armen.
"Kreuzweh kriegt man auch. Und am Berg hängt einem die Zunge raus, man denkt, es sauge einem jemand mit dem Strohhalm die Kraft aus den Beinen. Aber sonst ist das eine prima Sache!"

"Dampfwalze" fand den Rennradsport wenig später sogar so prima, daß er mit Andi, dem frisch gebackenen Sportredakteur der Schülerzeitung, eine Tour zum Giro d'Italia auf's Stifser Joch gefahren ist!

 

 

Übrigens: das reale Vorbild für Burg Schreckenstein, das ich in einer spannenden Suche ausfindig gemacht habe, liegt gar nicht weit von Lindau entfernt. Deshalb werde ich die Tour auf's Stilfser Joch irgendwann in den nächsten Jahren mal als Nostalgie-Trip nachfahren...

 

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