Rudi – Guzzi 1100 Steel

Werner – Yamaha 750 Super Tenere

Hans – Suzuki GSX 750

Max – Yamaha XJ 900 S Diversion


4.8.2008

KM-Stand

79967

Gefahrene KM

288

Burgberg

Riedbergpass

Faschinajoch (Kaffeepause)

Damüls

Schaan

Maienfeld (Mittagspause)

Chur

Lenzerheide

Lantsch

Brienz

Bergün

Albulapass

La Punt

Samedan

Berninapass

Poschiavo

Karte 4.8.

Abfahrt um 8:00 Uhr in Burgberg. Über Sonthofen, Treffen bei Rudi, Hofen zum

Riedbergpass. Tanken in Hittisau und dann bei wenig Verkehr die tollen Kurven zum Faschinajoch hinauf, wo wir die erste Kaffeepause einlegen. Der Wirt reagiert zuerst relativ ungehalten auf die Bemerkung von mir, dass man also Moto Guzzi-Motoren doch ganz sinnvoll einsetzen könne (siehe Bild mit Schankanlage!). Wahrscheinlich hört er die blöde Bemerkung öfter. Durch das große Walsertal und Tisis nach Schaan, wo wir einen Steuerflüchtling ertappen, als er Geld auf eine Liechtensteiner Bank legt. In Maienfeld, nach der Schweizer Militäranlage, machen wir Mittagspause. Danach weiter nach Chur, Churwalden auf die Lenzerheide, Lantsch, Brienz und Bergün über die wunderbar angelegte Passstraße zum Albulapass. Wir sehen nicht nur die imposant konstruierte Bahnstrecke, sondern auch noch einen  modernen Zug die doch recht großen Höhenunterschiede überwinden. In La Punt noch mal Tanken und dann den nächsten Pass, den Bernina hinauf. Auf der anderen Seite, in Poschiavo wollen wir ursprünglich eigentlich nur eine Pause einlegen, suchen aber dann gleich eine Übernachtungsmöglichkeit. Die Pension liegt zwar direkt an der Durchfahrtsstraße, man kann jedoch ganz gut schlafen vor allem super essen.

Moto Guzzi Motor

Schaan

Albula

5.8.2008

KM-Stand

80255

Gefahrene KM

253

Poschiavo

Tirano

Madonna di Tirano (links)

Stazzona

Passo dell' Aprica

Edolo

Malonno Grumello Passo del Vivione

Dosso

Borno

Azzone

Malegno

Bienno

Passo di Croce Domini

Bagolino

Idrosee

Anfo

Idro

Moerna (Capovalle)

Lago di Valvestino

Gargnano ( R )

Toscolano-Maderno Überfahrt

Torri del Benaco

Albisano

Karte 5.8.

Von Madonna di Tirano aus nehmen wir eine Abkürzung zum Passo dellAprica. Schöne Bergstraße, aber viel Verkehr, weil die Abkürzung gleichzeitig eine Baustellenumgehung ist. In Edolo ist Verkehrschaos, Markttag und wir müssen quer durch die Stadt. Am Markt gibt es nicht einmal für Mopedfahrer einen Parkplatz und so müssen wir zum Leidwesen von Hans weiterfahren.  4 km nach Malonno rechts rauf zum Passo Vivione. Fast auf der Passhöhe geht es nach Grumello. Dort gibt es eine Trattoria. Da es leider keine Außensitze gibt, fahren wir wieder Richtung Passhöhe, wo wir traditionell zu Mittag essen. Diesmal treffen wir keine bayerischen Harleyfahrer, sondern eine Gruppe von Superbikern aus Wolfsburg. Von der Terrasse aus hat man einen unglaublichen Blick auf die Adamellogruppe. Wir fahren den Pass nicht ganz runter, sondern biegen nach Dosso ab. Nach Azzone geht es rechts wieder aufwärts zum Passo di Croce Domini. Auf der Passhöhe sollte es rechts zum Golletto delle Crocette gehen. Es ist jedoch eine gesperrte Schotterpiste und so müssen wir geradeaus zum Idrosee fahren. Dort kommen wir am Nordende an und fahren am schönen Westufer entlang nach Idro. Quer durchs wildromantische Hinterland, am Stausee von Valvestina vorbei kommen wir an den Gardasee bei Gargnano. Der Weg nach Toscolano-Maderno ist schnell überwunden und wir erwischen gerade noch eine Fähre nach Torri del Benaco. Eine wunderbar ruhige Überfahrt sorgt für pure Entspannung. Wir wählen den Weg bergauf und wagen uns bei der ersten villenartigen Pension „Due Palme“ nach einer Unterkunft zu fragen. Super Zimmer zu annehmbaren Preisen. In einer Agriturismo mitten in der Stadt essen wir preiswert, frugal und köstlich zu Abend.

Passo di Vivione

Passo di Vivione

Dosso

Idro See

Lago di Garda

6.8.2008

KM-Stand

80508

Gefahrene KM

216

Albisano

Prada

Punta di Naole,

Lumini

Caprino

Spiazzi

Cambrigar-Mezzavilla

Rifugio Novezzina

Cima Paloni

Madonna delle Neve

Monte Dossioli

San Giacomo

Mori

Rovereto

Terragnolo

Serrada

Folgaria

Tezzeli

Alpe Fiorentini

Piz Di Tonezza

Tonezza

Forni di Valdastico

Arsiero

Pedescala

Castelletto

Rotzo

Roana

Asiago

Karte 6.8.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem vom Lebensgefährten der Wirtin spendierten Schnaps geht es bergauf nach Prada. Überwältigende Ausblicke über den See lassen uns in Albisano noch einmal halten, ehe wir in die Berge abbiegen. Nachdem uns in Prada 3 ältere Herren den Weg über Spiazzi angeraten haben, um auf die andere Seite des Monte Baldo zu kommen, finden wir endlich die gesuchte Abzweigung nach Punta di Naole, von wo eine kleine Straße nach Castelletti eingezeichnet ist. Also, entgegen dem Rat der Einheimischen rauf nach Naole, quer durch Viehweiden, an drei Rennradlern vorbei und nach 8 km Ende noch vor Naole. Die Straße ist so rigoros gesperrt, dass wir uns nicht trauen durch zu fahren, vor allem, da die Radler uns sagen, dass der Verbindungsweg nicht fahrbar sei. Also zurück und über Lumini und Caprino nach Spiazzi. Von diesem Fremdenverkehrsort immer an der Flanke des Monte Baldo in knapp 1600 m Höhe entlang. Bei Cambrigar Mezzavilla sehen wir wieder unsere Radler (kamen ordentlich schnell über das unbefahrbare Straßenstück.). Vorbei an der Rifugio Novezzina, der Cima Paloni, der Madonna delle Neve, dem Monte Dossioli und San Giacomo nach Mori. Die erste besetzte Tankstelle ist leider auf der falschen Seite der stark befahrenen Straße – weiter nach Rovereto. Hier tanken alle außer Hans ein paar Liter an einem Automaten. Auf der Weiterfahrt finden wir keine offene Tankstelle in dieser Stadt mehr (Mittagszeit). Die Ausfahrt aus Rovereto Richtung Terragnolo gestaltet sich problematisch. Wir müssen ein ganzes Stück zurück, da wir auf der Strecke zum Monte Pazul gelandet sind. Jetzt, da wir Rovereto verlassen haben, meldet sich Hansi wegen einer Tankstelle. Aber die nächste sollte auf sich warten lassen. Vor Terragnolo gibt es einen Stau, weil ein Kranwagen einen Fiat auf die Straße hebt, der dank einiger Bäume nur 5 statt 200 m in die Tiefe gefallen ist. Scheinbar niemandem etwas passiert. Auf breiter Passstraße rauf nach Serrada. Man wird beim längeren Fahren doch gelegentich etwas leichtsinnig. So schaut Max während des Fahrens immer wieder auf die Karte in der Klarsichtfolie des Tankrucksacks. In einer unübersichtlichen Rechtkurve am Ortsausgang von Serrada ist es soweit. Irgendwie nimmt er den ums Eck schießenden Bus wahr und kann mit einem intuitiven Schlenker nach rechts dem Schicksal gerade noch einmal (Millimeter-)knapp entgehen.
Tonezza endlich tanken – soweit kam Hans noch nie mit einer Füllung. Pedescala – toller Pass an fast senkrechter Wand, 12 Kehren, 10 km, 500 Höhenmeter nach Castelletto auf der Hochebene der Sieben Gemeinden. Vor uns lässt sich eine BMW mit ital. Kennzeichen jagen, bis der Fahrer merkt, dass wir gar nicht auf ein Rennen aus sind.  Wir kommen nach Asiago und suchen die im Führer beschriebene, günstige Unterkunft in der Nähe des Campingplatzes. Es gibt sie nicht mehr. Also zurück in die Stadt und erneute Suche. Im Freizeitzentrum, Centro Rendola (http://www.albergorendola.it/camere/), mit der Bowlingbahn finden wir ein schönes, leider nicht ganz billiges Unterkommen.


Prada am Monte Baldo






Ende des Weges

Bergungsaktion bei Terragnolo

Folgaria

Brücke bei Castelletto

AsiogoCentro Rendola

Centro Rendola

Zimmer

7.8.2008

KM-Stand

80724

Gefahrene KM

133

Asiago

Gallio

Campomulo

Monte Confinale

Spitz Keserle

Rendale

Rifugio Val Maron

vor Enego r.

Gallio

Stoccaredo

Sasso

Conco

Crosara

Vallmara

Marostica

Breganze

San Giorgio Perlena

Salcedo

Lusiana

Conco

Karte 7.8.

Zuerst wollen wir das Museum über die Geschichte der Sieben Gemeinden in Roana besuchen. Es ist aber erst nachmittags geöffnet. Alternativ fahren wir zum Heldendenkmal in Asiago. Hier liegen die Gebeine von 50.000 italienischen und österreichisch –ungarischen Soldaten, die während des ersten Weltkrieges auf vier Kriegsschauplätzen in der Nähe Asiagos gefallen sind. Auch nach 90 Jahren immer noch ein sehr bedrückendes Erlebnis.

Nach einer guten Stunde fahren wir nach Gallio und biegen kurz vor dem Ortsende links nach Casera di Campomule ab. Rechts ab auf unbefestigter Straße nach Rendale und Rifugio Marcesina. Der letzte Abschnitt ist ein reiner Waldweg, der alle 20 m von einer aufgeschütteten Wasserrinne gequert wird. In M. machen wir Pause und beobachten ca. 50 Rennradler, die heuschreckenartig in der Wirtschaft einfallen. Kurz vor Gallio biegen wir von der Höhenstraße nach Ronchi und Stoccaredo ab. Über Sasso um den Col del Rosso herum treffen wir auf die Staatsstraße und merken erst nach mehreren km, dass wir auf dem Rückweg nach Asiago sind. Also kehrt und auf einer schönen Höhenstraße nsch Conco. Plötzlich fehlt Hans. Wir wollen bereits umkehren, als der Vermisste in den Ort einfährt. Seine Hinterradbremse geht nicht mehr. Er hatte die Warnweste beim letzten Halt auf die Sitzbank gelegt und nicht gemerkt, wie sie während der Fahrt herunterrutschte und sich in der Scheibenbremse verfing. Sie schmolz teilweise und verklebte die Bremse. Während Hans und ich mit dem Bordwerkzeug den Bremssattel abbauen und die Plastikteile herausoperieren, suchen die anderen trotz der frühen Stunde nach einer Pension . Sie finden die 200 Jahre alte ALBERGO AL CAPPELLO   gegenüber der Kirche. Als sie zurückkommen,  haben wir die Bremse  repariert. Wir bringen das Gepäck auf die Zimmer und drehen noch eine Runde nach Marostica, mit seiner wunderschönen Altstadt, die sich um die riesige Piazza gruppiert. Die Stadtmauer umgibt die ganze Altstadt und zusätzlich die Burg auf einem Hügel hinter der Stadt. Nach unserer Besichtigungstour fahren wir über Breganze auf der auf dem Höhenrücken nach Lusiana führenden Straße nach Conco zurück. Ein tolles Abendessen mit mehreren Gängen und die Unterhaltung mit dem Seniorchef des Hauses beschließen den Tag.

Asiago

Monumento degli Eroi

Vor Spitz Keserle

Querrinnen bei Val Maron

Marostica

 

8.8.2008

KM-Stand

80857

Gefahrene KM

204

Conco

Lusiana

Velo Valle

Fara

Salcedo

Mare

Mortisa

Calvene

Caltrano

Santorso

Timonchio

Sant Ulderico

Tretto

Santa Caterina

Pozza (Monte Cogolo)

Valli

Pian di Fugazze

Pian di Fugazze

Passo Xomo

Posina (Essen)

Passo Borcola (MST RT 7)

Rovereto

Ala

Peri

Fosse

Ronconi

Ceredo

Bellori

Lugo

Stallavena

Vigo

Coda (Blaues Bickerl)

Fane

Ponte Veja

Giare

Giorgio ?

St. Anna

Fosse

Karte 8.8.

Conco, Richtung Lusiana wollen wir nach Mare abbiegen, finden die Abfahrt nicht. Kleiner Umweg über Fara nach Calvene und Caltrano im Val d’Astico. Die Caltraner scheinen die Leute von der anderen Seite des Flusses in Rocchette Piovene nicht zu mögen, denn wir fanden keinen Wegweiser dorthin. Nur mutiges, panloses Abweichen von der Strecke nach Thiene bringt uns zur gewünschten Route. Bei Santorso fahren wir wieder auf unseren geliebten Nebenstraßen in die Berge. In Santa Caterina trinken wir Kaffee und Wasser und dann tasten wir uns Richtung Passo Xomo vor. Unser eigentliches Ziel ist der Passo Passubio. Kurz nach einem besonderen Kriegerdenkmal auf dem auch der in die deutschen KZ Verschleppten gedacht wird, steht, dass der Weg zum Xomo, also auch Passubio gesperrt sei, Wir fahren runter nach Valli und von dort rechts zum Pian di Fugazze. Auch hier ist die noch vor 13 Jahren befahrbare Militärstraße „Strada degli Eroi“ (Heldenstraße) zum Passubio gesperrt. Also auf der nächsten Nebenstraße zum Xomo. Hier verdichtet sich der Nebel, der uns seit Pozza verfolgt und wir beeilen uns auf einer extrem schmalen Straße nach Posina runter zu fahren. Dort, wo bei unserem letzten Besuch noch eine funktionsfähige Tanksäule mitten auf der Straße stand, parken wir diesmal und bekommen in der nahen Trattoria noch nach 14:00 Uhr ein tolles Mittagessen nach Art des Hauses – verschiedene Nudel- und Reisgerichte,  sowie Salate. Während des Essens regnet es draußen ordentlich, ist bei unserer Abfahrt zum Passo Borcola jedoch wieder trocken. 700 Höhenmeter in schön geschwungenen Kurven auf breiter, leerer Straße bereiten uns an diesem Tag noch ein besonderes Vergnügen. Auf der Passhöhe treffen wir einen BMW-Fahrer, der mit Hilfe seines Navi Pässe sammelt. Leider zeigt es ihm nur die großen, bekannten Strecken.

Am Torrente Leno di Vallarsa entlang gleiten wir in erholsamem Tempo nach Rovereto hinunter und fahren über Ala nach Peri. Von dort geht es wieder steil 800 m nach Fosse in den Monte Lessini hinauf. Es ist bereits 16:00 Uhr und wir fragen gleich in der Pensione Ombra nach Zimmern. Es klappt, wir bringen wieder das Gepäck auf die Camere und machen noch einen Ausflug in die M.L. Wir queren das Gebiet, das in etwa die Größe des Allgäus hat und fahren bei Stallavena Richtung Fane. Kurz vor diesem Ort verlangt ein großes Schild für die Weiterfahrt eine Blaue Plakette (umweltfreundliche Fahrzeuge), die wir nirgends kaufen können. An Marmorsteinbrüchen vorbei geht es wieder Richtung Fosse, bis der Autor zufällig den Wegweiser zum Ponte Vejo sieht. Es wäre sehr schade gewesen, wenn wir dieses Naturdenkmal nicht besucht hätten. Zurück in Fosse gehen wir zum Essen auswärts. Ein leichter Regenschauer treibt uns ins Haus, wo eine italienische Geburtstagsfeier mit einem radelnden deutschen Brüllchor konkurriert.

Breganze

Calvene

Kriegerdenkmal am Xomo

Passo Borcola

Blick von Coda nach Osten

Ponte Vejo

Pensione Ombra

9.8.2008

KM-Stand

81061

Gefahrene KM

170

Fosse

Verona über Peri

San Michele

Mizzole

Cancello (P)

San Rocco

San Vitale

Velo Veronese

Camposilvano

Monte Belloca

S. Giorgio

Passo di Branchetto (Fotos)

Monte Belfiore

Bosco

Erbezzo

Fasani

Vallene

Fosse

Karte 9.8.

Vom Gepäck unbeschwert geht es runter nach Peri und von dort geradewegs nach Verona.

Wir parken auf der linken Etschseite nahe der Ponte Scaligero. Über die Brücke durch das Castelvecchio spazieren wir zum Piazza Bra mit der Arena, wo gerade Vorbereitungen für eine Aufführung laufen. Über die Via Mazzini arbeiten wir uns zum Piazza Erbe vor, wo wir die Säule mit dem venezianischen Löwen, den Palazzo Maffei mit seinen barocken Statuen, den Torre del Gardello und die Walrippe im Arco della Costa bewundern. Diese Rippe soll auf den ersten Gerechten fallen, der unter ihr durch geht. Bisher hängt sie noch. Wir gehen durch den Arco zum Piazza die Signori mit Rathaus, Scaliger-Residenz und Gerichtsgebäude. An der Dante-Statue und dem Cafe Dante vorbei finden wir in der Via Mazzanti einen Brunnen aus römischen Säulen, an dem noch  eine Seilkonstruktion zu erkennen ist, mit der man das Wasser direkt in die umliegenden Wohnungen befördern konnte. An der Scala della Ragione (gotische Marmortreppe) im Getreidemarkt vorbei besichtigen wir die Mosaiken aus der Römerzeit, die beim Bau einer Tiefgarage unter dem Gerichtsgebäude entdeckt wurden, um schließlich noch die berühmten Scaligergräber gleich neben der Residenz anzuschauen. Keinesfalls darf man die angeblichen Wohnhäuser von Romeo und Julia auslassen und deshalb haken wir diesen Pflichtbesuch ab ehe wir als letzte Station noch den Dom von Verona besichtigen.

Nach einer Tankpause, wo wir vom Tankwart erfahren, dass wir in der falschen Richtung unterwegs sind, umrunden wir das Zentrum von Verona und kommen auf die Osttangentiale, die wir bei Montorio Veronese verlassen. Bis auf die Tatsache, dass Hansi fehlt, ist alles in Ordnung. Ich fahre die ganze Tangentiale ab und noch ein Stück nach Verona hinein, aber der Vermisste ist nicht zu sehen. Wie sich später herausstellt, war die Karte aus dem offenen Tankrucksack herausgeweht und Hans hatte unser Abbiegen im Kampf mit dem Papier nicht bemerkt. Er fährt am Ende der Tangentiale nach Norden ab und benutzt eine Paralleltal zu dem,  das wir anderen nehmen.

Alle Beteiligten sehen das Problem nicht so gravierend, da wir ja Fosse als Standort haben und ich mir sicher bin, dass Hans in keinen Unfall auf der Tangentiale verwickelt ist. Die Restmannschaft gönnt sich in einem schönen Berggasthof in Cancello mit wunderbarer Aussicht einen Kaffee mit Dolce und dann geht es auf verwinkelten Sträßchen rauf nach San Vitale. Auf schönen Bergstraßen aufwärts zum Camposilvano und dann zum Monte Belloca. Auf dem Parkplatz vor dem Ristorante steht Hansis Maschine und der „verlorene Bruder“ sitzt wie ein armer Sünder in der wunderschön gelegenen Kapelle.

Auf dem Passo di Branchetto können wir die obligatorischen Tourfotos machen und dann cruisen wir über wenig befahrene Straßen quer durch die Monti Lessini nach Fosse zurück, wo wir diesmal im Hotel Ombra zu Abend essen – hat niemanden gereut. Auf dem Weg nach Fosse fallen uns die interessanten Zäune hier auf – Marmorplatten.

Nahe Ponte Scaligero

Ponte Scaligero

Piazza  Bra

Piazza Erbe

Piazza die Signori

Brunnenkonstrukt

Julias Balkon

Dom in Verona

Hansis Strecke

 

 

10.8.2008

KM-Stand

81231

Gefahrene KM

258

Fosse

Erbezzo

Passo Fitanze di Sega

Sdruzzina i. Bosco

Rovereto

Noriglio

Terragnolo

Scottini

Serrada

Folgaria

Passo d. Sommo

Passo della Fricca

Centa

Caldonazzo

Levico Terme

Panarotta

Vetriolo Terme

Ronchi Valsugana

Telve (L)

Passo Manghen

Castello Molina

Cavalese (Tanken)

Varena

Lavaze-Joch

Rauth

Ponte Nova

Welschnhofen

Karerpass

Nigerpass

Tiers (St. Zyprian)

Karte 10.8.

Für Hansi ist heute Heimfahrttag. Er begleitet uns über den Passo Fitanze di Sega nach Sdruzzina ins Etschtal runter. Der Fitanze ist vom Süden her ziemlich flach und fällt auf der Nordseite extrem steil ab. Tolle Kehren und Steilkurven erhöhen den Fahrspass. Umso langweiliger ist die Fahrt nach Rovereto, wo uns Hansi verlässt und wir nach Osten in Richtung Noriglio abzweigen. Diesmal verlassen wir die in dieser Woche bereits einmal gefahrene Straße nach Serrada und überqueren die Passi di Sommo und della Fricca und fahren über Centa zum Caldonazzosee. Kurz oberhalb des Sees ärgert Werner die zu lasch gespannte Kette so, dass wir in einer Pause die Kettenspannung regulieren. Wir umrunden den See und fahren durch Levico Terme auf den Buso Grande. Kurz vor dem Gipfel machen wir in Vetriolo Terme Mittag. Laut Karte müsste man auf einem Höhenweg nach Telve gelangen. Wir finden die Straße auch, aber sie führt von der anderen Seite nach Levico  Terme zurück. Also im Tal nach Telve und hinauf auf den Passo Manghen. Über Cavalese bereisen wir das Lavaze Joch, später noch den Karerpass und den Nigerpass. Auf dem Weg ins Tal fällt Rudi ein, dass er vor undenklichen Zeiten mit Rosmarie einmal in Tiers, Ortsteil St. Cyprian übernachtet hatte. Also dorthin in den hintersten Winkel des Dorfes. Wir finden die Pension, die leider ausgebucht hat. Die etwas neuere – und auch teurere – Nachbarpension Hotel Pine (http://www.pine.it/ ) hat noch Zimmer frei und bieten ein gutes Abendessen.

Abart-Rennsemmel in Fosse

Passo Fitanze

 

Reparatur

 

10.8.2008

KM-Stand

81489

Gefahrene KM

384

Tiers (St. Zyprian)

Prösels

Völs

Kastelruth

St. Ulrich

Wolkenstein

Bergstation Sellarunde

Sellajoch

Pordoijoch

Arabba

Pieve di Livinallongo

Falzaregopass

Passo di Valparola

Badia

St. Martin

Kofeljoch

Würzjoch

Brixen

Brennerpass

Innsbruck (T)

Mölz

Obsteig (E)

Fernpass

Pass Klause Reutte

Vils

Pfronten

Wertach

Adelharz

Burgberg

Karte 11.8.

Hansis Heimfahrt löst bei den reiferen Bikern offensichtlich einen vehementen Heimwehschub aus. Obwohl alle bis Mittwoch „frei“ hätten, will man jetzt unbedingt am Montag Abend in Muttis Nähe sein. Also noch ein kleines Zugeständnis an den jüngeren Nestflüchter: Dolomitenrunde und dann über den Brenner ab in die Heimat. Die Runde, die auf ihrem ersten Abschnitt bis Arabba ziemlich stark befahren und somit eher nervtötend als schön ist, bringt auf dem zweiten noch einige Highlights mit den eher unbekannten Pässen, Kofel- und Würzjoch, vor denen man Mittag macht. Die Reststrecke wird nur noch durch eine Tankpause in Innsbruck und ein ordentliches Abendessen in Affenhausen unterbrochen. Kurz nach Innsbruck kommen wir in einen kleinen Schauer. Richtig regnen tut es jedoch ab Heiterwang. In Pfronten, wo wir Werner abliefern, ist es einigermaßen trocken, ab Nesselwang macht es dann richtig nass.

Insofern hatten wir diesmal wirklich Glück. Die italienischen Regenfälle haben wir in Ristorantes überbrückt und nass nach Hause zu kommen ist das kleinste Problem.

Sella

 

 

 

 

KM-Stand

81873

Gesamt KM

1904