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Lindau 2010 Tour

    

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Garmin GPS Experten Jons Adventures. Maria-Rainer-Str 4,  87484 Nesselwang

2010/11 Team Trikot

Bodensee Tour Mi 11.08.2010

Wir machten ganz spontan eine "Sonntagstour" am Mittwoch! Der Andrang war riesig, also man könnte schon darüber nachdenken, ob man die "Sonntagstour" nicht zu Gunsten der "Mittwochstour" abschaffen sollte. Es waren sensationelle 16 Biker mit dabei, nämlich: 4 x French (Gertrud, Johanna, Lukas, Tom), 2 x Sontheim (Moni, Sepp/Cat), 2 x Hogarth (Neill/Mr. Sensitive, Max/Rambo), Wolfgang (Power Max), Karin (Sexy), Moni (XT), Karin K., Julius, Mathias, Paulina (Chick), Heidi/Happy. Jon konnte leider wegen eines "GPS-Kurses" nicht mit radeln, durfte aber zu Beginn noch ein schönes Photo von Allen machen und uns anständig verabschieden. Neill und ich konnten dank "Gleitzeitvereinbarung" Mittags fluchtartig unsere Betriebe verlassen und freuten uns auf einen wunderbaren Ausflug zum Bodensee. Wolfgang hat sowieso immer Zeit (selbständig!). Das Wetter meinte es auch gut mit uns, es war zwar bewölkt, aber dadurch angenehm zu radeln. Wir rollten los Richtung Römerstraße nach Gschwend. Von dort ging es nach Haslach, da wir zwecks Überschwemmung des linken Uferweges vom Grüntensee eben rechts entlang fuhren. Wir waren gerade ca. 12,5 Minuten unterwegs, als zwei Damen schon mal in die Büsche verschwanden (wir verraten keine Namen, aber es sind eh immer die Gleichen (also Insider wissen nun Bescheid)). Ich frage mich ja manchmal, wie die sich auf so eine Tour vorbereiten, da gehört doch das Biseln vor der Tour auch dazu, oder??? Na ja, war ja kein Problem, also "hofele" weiter rollen und warten, bis wir wieder vollständig sind. Wir hatten sowieso eine Zeit lang zu tun, bis wir ein "angemessenes Truppentempo" fanden. War gar nicht so einfach, da wir in dieser Konstellation noch nie so eine Tour gemacht haben. Auch mit der Formation war das nicht ganz einfach, da wir hintereinander eine Mordslänge hatten (was für Autos etc. wiederum nicht einfach beim Überholen war), radelten wir zu zweit nebeneinander um das Ganze zu verkürzen, wurden wir auch wieder angehupt. Hier gibt es wohl keine Ideallösung, höchstens jegliche, öffentliche Straße zu vermeiden, was bei der Tour aber nicht ging. Hier eine kleine Randnotiz: Es gibt ja die Geschichte mit dem Schuster, der selber die schlechtesten Schuhe hat (oder so ähnlich....); jedenfalls muss unser Boss seine family für die nächste Tour im Minimum mit ordentlichen Trinkflaschen incl. Halterung ausstatten!!! Sollte das an den enorm hohen finanziellen Aufwendungen scheitern, werden wir eine Sammlung machen!! Die Ärmsten mussten zum Trinken immer Anhalten, Rucksack runter, Trinkflasche raus, wieder rein usw...... Wir hatten teilweise ordentlichen Gegenwind und versuchten uns dann doch im "Windschattenfahren". Es erhöhte sich dann kurzfristig die "Luftfeuchtigkeit", d.h. es fing an zu tröpfeln. Wir fuhren aber unbeirrt weiter und flott die Kranzegger Steige hinunter. Jon´s Jungs eifern fleißig dem Vater nach, fuhren recht flott runter, scheuten auch nicht vor "Rechts-Überholen" zurück ("wenn´s schneller ist".....). Wir machten dann in Kranzegg einen kurzen "Sammelstop", allerdings nicht genau nach einer Kurve nach der rasanten Abfahrt, wie zunächst von einigen Bikern angedacht, sondern an einer besser einsehbaren Stelle. Es ging dann auf dem Radweg Richtung Kranzegg, immer nach links schauend, wo es Richtung Oberstdorf ein ordentliches Gewitter hatte, aber wir wollten da ja Gott sei Dank nicht hin, so dass es uns nicht allzu sehr störte (waren ja nur ein paar Tropfen bei uns). Nach Rettenberg fuhr dann beim zweiten oder dritten Anlauf der Großteil der Truppe auf dem Radweg. Ich wollte das Gedränge vermeiden und blieb auf der Hauptstraße. Nach dem Kreisel fuhren wir dann geschlossen auf dem Radweg, machten auch mal widerwillig einer Inlinerin Platz und waren ruck zuck in Immenstadt. Dort versuchten wir auf Nebenwegen durch die Stadt Richtung Alpsee zu kommen. Wir mussten eine kurze Passage überwinden, die lt. Absperrung bzw. Schilder gesperrt war bzw. den Radlern "vorschlug" zu Schieben. Ich dachte ich seh nicht recht, das machten die Jungs vorne glatt!! Ja wo kommen wir denn da hin, wenn sich nun biker schon an solche Schilder halten (lächerlich...). Wir machten einen kurzen Trinkstop, glotzten ein paar Schumpen an und diese uns (jeder dachte wahrscheinlich: "Was für Rindviecher") und schon ging´s weiter. Es wurde ziemlich kreuz und quer gefahren, und da noch nicht alle da waren, warteten Moni und ich als "Bike-Lotsen"; wir trafen dann gleich auf den Rest, der anständiger Weise auf uns wartete. Durch das ganze "Zick-Zack-Gefahre" verloren ein paar Nachzügler (Gertrud, Moni, Karin K. und ich, wenn ich mich nicht irre...) den Anschluss. Ich sagte noch, dass ich gemeint hätte, dass die rechts abgefahren wären, wir fuhren aber geradeaus weiter, da wir unbedingt den Immenstädter Bahnhof sehen wollten. Nachdem wir wirklich nur den Bahnhof und keine Biker sahen, kehrten wir um und schon stießen wir auf unseren "Suchtrupp". Neill war irrtümlich der Meinung, dass Max (GPS-Führer!!!) bei uns wäre, war aber kein Problem und verzögerte unsere Tour maximal um ca. 3 Minuten. Wir kamen dann an die rechte Seite des Alpsees, radelten an einem Campingplatz entlang, an einem Parkplatz vorbei, der einen lustigen Namen hatte (hab ich von Heidi), der mir aber partout nicht einfallen will. Wir hatten relativ wenig Verkehr und wenn, dann blockierten wir die Straße so lange, bis es den nachfolgenden Autos zu viel wurde und die einen anderen Weg suchten. Wir kamen durch Ortschaften, von denen ich wahrscheinlich nicht der Einzige bin, der die noch nicht kannte (Trieblings, Wiedemannsdorf, Lamprechts, Salmas.......). Lauter kleine Nester, wo es vor Ferienwohnungen etc... nur so wimmelte. Wir konnten sehen, dass am "Alpseecoaster" in Ratholz der Teufel los war (Autos ohne Ende auf dem Parkplatz). Wir machten uns auf die Suche nach einem Brunnen, um unsere Trinkvorräte (oder "Leerstände") wieder aufzubessern, fanden aber anstatt eines Brunnens dann doch wenigstens einen klaren "Gebirgsbach". Karin K. hatte dann doch glatt das Pech, dass ihr ein Schaltzug riss und sie ab dem Moment "beschloss" nur noch auf dem mittleren Blatt für den restlichen Tag zu radeln (wie man gesehen hat, das geht ganz prima, zumindest wenn die richtige Bikerin auf dem Sattel sitzt!!!). Neill besorgte dann bei einem Fahrradgeschäft (nur ein bisschen größer wie bei unserem Boss) für alle Fälle einen neuen Schaltzug. Es wurden dann erste Stimmen laut, die nach einem Kaffee/Pause/Brotzeit oder ähnlichem verlangten. Dies wurde zunächst einmal eine Weile ignoriert, dann sagte Heidi, dass sie das letzte Mal bei einem Cafe/Geschäft einen Stop machten, der nicht mehr so weit weg sein konnte. Dieser Laden kam dann auch, aber Heidi hatte vom letzten Mal ja gewusst, dass die Mittwoch nachmittags geschlossen hatten, also mussten wir ja wohl oder übel weiterfahren; dies ging auch ganz ohne murren ab und so gewannen wir Kilometer um Kilometer (außerdem hatte ich Wolfgang schon am Anfang gesagt, dass es erst ab Kilometer 60 einen Einkehrschwung gibt). Alte Bikerregel: Mach nie eine Pause bevor Du nicht mindesten 2/3 der Strecke hinter Dir hast! Es kam dann die große Zeit der "Hofen"!! Wir fuhren durch Genhofen, Stiefenhofen (das einzig mir Bekannte), Rutzhofen und Heimhofen. Ich muss schon sagen, auch das Westallgäu hat sehr schöne Ecken bzw. Landschaften und die "Hofen-Ecke" ist mit Sicherheit eine der Schönsten! Es ging bergauf und bergab. Heidi nahm Gertrud in den Schlepptau bzw. Windschatten, was super funktionierte. Wir hatten erneut eine rasante Abfahrt nach Schönau. Hier hatten wir dann gerade die magische "60-Kilometer-Marke" überschritten und es wurde nun wirklich Zeit für eine Pause. Irgendjemand fragte dann bei Neill nach, er solle mal sein GPS befragen, wo hier die nächstgelegene Einkehr sei, und wie aus der Pistole geschossen antwortete Neill, dass wir genau davor stünden. Der Frager war völlig fertig mit den Nerven, da Neill sein GPS ja nicht mal berührt hatte und trotzdem die Antwort wusste. Neill zeigte mit einem Lächeln auf ein großes Schild, wo ein lauschiger Gasthof mit Biergarten angekündigt wurde (Gasthaus Adler). Wir "parkten" unsere Bikes wild im Biergarten und freuten uns auf eine Erfrischung. Ich ließ gleich einen Jubelschrei los und sagte "Einen Schatten und einen Weizen, isch des ebas schees". Was soll ich sagen, ich saß noch nicht richtig, schon kam mein eisgekühltes Weizen! Dies brachte mir einen enormen Zeitvorsprung, so dass ich mir sicher war, dass ich da noch einen zweiten Weizen trinken konnte! Die Bedienung war superfreundlich, sie brachte gleich den ganzen Laden incl. Chef und Schwägerin in Schwung, damit wir gut versorgt wurden. Es war richtig lustig, Gertrud wurde von Heidi fachgerecht massiert, nur von der "Sekte der Sonnenanbeter" ging eine gewisse Unruhe aus. Die zogen alle 5 Minuten mit Tisch und Stühlen um, damit sie ja auch keinen Sonnenstrahl versäumten (wenn ich mich richtig erinnere waren es unsere "Blondies" mit einem gewissen Wolfgang....). Ich fragte dann mal in die Runde, wer von den Anwesenden denn nicht nach Südtirol mitfahren wolle, da ich ein mail von den Wirtsleuten am Tag zuvor erhalten hatte, wo sie mich baten sofort Änderungen bei Ihnen zu melden, da sie komplett ausgebucht seien. Ich meinte noch, dass die Wirtsleute mir sicherlich eine ordentliche Provision für jedes frei gemachte Zimmer zahlen würden. Gut, mit den Seelen, das dauerte etwas länger, machte uns aber bei diesem schönen Biergarten überhaupt nichts aus. Dafür waren die Seelen aber richtig lecker (Schinken, Käse, Zwiebel. Essiggurken... mhmhmhmh....). Als wir dann bezahlten bedankte sich unsere Bedienung noch für unsere Geduld!! Wir sagten ein herzliches "Vergelt´s Gott" und schon ging es weiter Richtung Lindau. Ich glaube es war bei Zwinkenberg (ca. 4 Bauernhöfe), als wir in einen "Stau" kamen. Einer der vier Bauern trieb gerade sein Vieh ein und hatte eine "Totalsperre" mit Elektrozaun errichtet. Wir hielten amüsiert an und schauten zu, wie die Viecher Richtung Stall marschierten. Nach der letzten Kuh machte die Bäuerin den Zaun auf, rief uns aber nach, dass um den Stadel herum nochmals die Kühe Vorfahrt hätten. Der freundliche Bauer hatte aber seine Kühe bestens im Griff, hielt sie extra für uns auf und so konnten wir den steilen Berg runter fahren. Dies ging auch bis zur ersten scharfen Linkskurve gut, wo sich Johanna dann durch einen "Verbremser" (oder so) mit Karacho in die Wiese legte. Gott sei Dank war da ein Rainen, der Helm saß auch gut und so hatte sie nur ein paar kleine Schrammen und einen kleinen Schock. Bei Eglofs kamen wir der B 12 mit dem vielen Verkehr mal verdammt nahe bzw. mussten einige Meter auf dem Radweg entlang radeln, aber nicht allzu weit, dann kam der von Heidi versprochene "steile Anstieg durch den Wald". Zuvor hatten wir aber noch eine wilde Bremsaktion, da wir kurz falsch gefahren sind, und als Max dies laut aussprach unsere "Youngsters" (die bekannten "French-Boys") sofort eine Vollbremsung hinlegten. Da wir ja alle frisch gestärkt waren, passierte aber nichts, es gab nur für den Einen oder Anderen eine Portion Adrenalin! Wir kurbelten dann in überschaubarem Tempo den Berg hoch, der durchaus steil und lang war. Apropos "Lang", ich glaube da haben sich die Mädels dann wieder kurz in den Wald verzogen! Wir kamen dann in Wigratzbad vorbei, woran ich kindheitsbedingt nicht die besten Erinnerungen habe (drei Stunden in der prallen Sonne wegen "Wallfahrt" etc....); als ich mich umsah, musste ich feststellen, dass sich hier außer ein paar zusätzlichen Gebäuden nicht viel geändert hatte (Schwestern, Pater, Gläubige.....). Neill hatte irgendwie das Gefühl, dass sein Reifen Luft verliert, nachdem er zum wiederholten Male aufgepumpt hatte. Wir waren dann unserem Ziel schon sehr nahe und warteten auf einer Anhöhe bei Hergatz auf Neill. Er wollte nämlich bei einer Tankstelle seinen Ersatzschlauch für den "schleichenden Platten-Schlauch" wechseln. Kurze Zeit darauf kam er und berichtete, dass der Ersatzschlauch kaputt war und er nun weiter mit dem anderen fährt. Mit einem Blick auf das "Zeiteisen" wurden wir langsam nervös und beschlossen, dass wir nun doch lieber versuchen in Hergatz Richtung Heimat zu kommen. Wir kehrten also um und fuhren zum Bahnhof. Mathias hatte sein "Blackberry" befragt und wusste, dass wir es zeitlich locker bis zu unserer letzten "Zugmöglichkeit" mit Anschluss nach Nesselwang schaffen würden. Er schrie wohl noch hinterher, aber die meisten waren schon weg. Es kam dann ziemlich bald der erste Zug, der Zugführer sah unsere große Bikertruppe, machte sein Fenster auf und gab bekannt, dass er absolut keinen Platz für unsere Räder hat. Na toll, und wie sollen wir dann nach Nesselwang kommen??? Er war eigentlich ganz nett und telefonierte noch mit der Zentrale, ob die uns einen Sonderzug nach Nesselwang zusammenstellen könnten (ging natürlich nicht!). Wir entschlossen uns dann nach kurzer Diskussion uns zu trennen, da wir meinten, dass wir evtl. in Lindau mehr "Platzchancen" hätten (was sich allerdings als Trugschluss erwies). Wir fuhren also wieder den Buckel über Hergatz hoch und rollten in ordentlichem Tempo Lindau entgegen. 

Jetzt bin ich an dem Teil des Berichtes, wo ich den Ausflug gerne mit den letzten zwei bis drei Sätzen abgeschlossen hätte. Leider kann ich das nicht tun, da es zu einem üblen Unfall kam. Wir fuhren in der Nähe von Sigmarszell einen Weg runter, fuhren aber geradeaus, obwohl es eigentlich nach links gegangen wäre. Dies wurde sofort erkannt und wir bremsten ab und wollten gerade umkehren, als sich Heidi und Max beim Umkehren berührten! Beide fielen um. Ich sah nur noch, wie Max auf Heidi bzw. das Fahrrad fiel. Heidi war wohl noch in den Clicks, durch den Aufprall wurde leider ihr Sprunggelenk gebrochen! Sie war megatapfer, gab noch Anweisungen, stellte sofort fest, dass sie in Südtirol wohl nicht dabei sein wird (und ich nun wohl meine "Provision" bekommen könnte / siehe Einkehren!!!). Wir riefen dann sofort den Krankenwagen, der auch sehr schnell eintraf. Eine hilfsbereite Anwohnerin bot uns sofort Hilfe an (Fahrrad einstellen etc...); ein weiterer Anwohner entpuppte sich kurz darauf als Polizist (im Feierabend, aber immer im Dienst); er fragte, ob wir nicht die Polizei einschalten wollten, was wir natürlich verneinten; kurz darauf nahm er die Sache selbst dienstlich auf und leitete es an seine Kollegen weiter (na ja, wenn dann die Beamtenseele ruhiger schlafen kann, soll´s mir auch recht sein). Heidi erklärte den Sanitätern dann kurz was Sache ist; die waren erst mal überrascht so fachkundig informiert zu werden. Auf die Frage, ob sie das ohne Schmerzmittel wohl bis zum Krankenhaus schafft, sagte sie, dass die 10 Minuten wohl schon gehen müssten. Ich half dann noch kurz mit Heidi auf die Transportliege zu heben, und schon fuhr der Sanka zum Krankenhaus. Wir fuhren mit unseren Rädern auch wieder los; Neill sagte sofort, dass er zum Krankenhaus fährt und dann irgendwie schaut wie er heim kommt. Wir waren dann noch rechtzeitig für den Zug um 20.30 Uhr am Bahnhof, hatten aber wieder mal Pech, da es der "Alex" war, und der überhaupt keine Radler mitnimmt; zudem hatte er ca. 25 Minuten Verspätung!! Alles Aufregen half nichts, wir tranken noch kurz was und versuchten es mit dem nächsten Zug. Zwei andere Biker hatten das gleiche Problem, sie hätten eigentlich noch nach Füssen müssen. Pech gehabt: Ticket umsonst und Quartiersuche nachts um 21.00 Uhr in der Hauptsaison in Lindau!! Wir hatten dann tatsächlich Glück und hatten alle Platz im Zug. Als wir im Zug saßen, nahmen wir zunächst mal Kontakt mit der restlichen Truppe in Hergatz auf. Die hatten ebenfalls Pech und kamen mit keinem Zug mit (alle überfüllt!!). Dienstleistungsunternehmen Deutsche Bahn!!! Servicewüste Deutschland kann ich da nur sagen!! Die Truppe hatte zwischenzeitlich Jon und Egon Greis in Bewegung gebracht! Wir hatten zwischendurch fast schon Standleitungen um alles zu organisieren. Julius konnte seinen Daddy überzeugen, dass es eine Superidee wäre, wenn er uns (inclusive 9 Bikes) um 23.00 Uhr in Kempten mit dem Pferdeanhänger abholen würde. Mathias war begeistert und sagte sofort zu! Nur konnte er natürlich nicht 9 Leute im Jeep unterbringen! Was tun?? Sofort wieder telefonieren, dass der Konvoi mit Jon und Egon noch drei Leute mitnehmen musste; erst war davon die Rede, dass nur zwei Platz hätten, schließlich ging´s doch mit drei! Also stiegen drei Personen in Hergatz aus und wir in Kempten zu sechst mit neun Bikes! Mathias kam dann, aber oh Schreck, nicht mit dem Pferdeanhänger, sondern mit einem normalen, offenen Bauanhänger. Was wir erst nicht für möglich gehalten hätten, wir brachten quer und ohne Vorderräder tatsächlich alle 9 Bikes unter; festzurren und ab nach Nesselwang. Mathias erklärte uns, dass er mit dem Pferdeanhänger nur Pferde transportieren darf (wie der Name schon sinniger Weise sagt). Er wurde wohl schon wiederholt nachts kontrolliert und weiß, dass die "grünen Jungs" da ganz wild darauf sind. Und da er seinen Führerschein liebt, möchte er ihn am Liebsten auch behalten, wofür wir durchaus Verständnis haben. Zwischenzeitlich wussten wir von Neill, dass er um 0.20 Uhr in Kempten ankommen würde. Also schnell heim, Moni in der Zillhalde raus und sofort als Taxi für Neill nach Kempten. Klappte alles ganz prima, wenn es auch zuerst nicht danach aussah. Neill erzählte uns von Heidi (OP; "ganze Arbeit", Herausforderung für Chirurg etc..). Heidi diskutierte wohl eine Viertelstunde mit den Ärzten, wobei Neill kein Wort verstand. Anschließend suchte noch das halbe Krankenhaus nach einem Bikeschuh von Heidi; schließlich wurde auch der gefunden. Neill machte sich mit zwei Rucksäcken und einer Tasche und inzwischen mit einem Vollplatten zu Fuß auf Richtung Bahnhof Lindau, erwischte noch den vorletzten Zug und kam auch gut an. Beim Ausladen kam dann noch Hermann vorbei (er war auf dem Weg zur Arbeit) und erkundigte sich kurz nach Heidi; armer Kerl, auf den kommt jetzt auch einiges zu, da mit Sicherheit davon auszugehen ist, dass Heidi (und selbst Heidi mit ihrem unglaublichen Willen; na ja "Happy" eben) wohl längere Zeit brauchen wird, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf den Füßen ist! Wir sind alle mit Gedanken bei Heidi und wünschen ihr das Allerbeste!!!! Eine eigentlich nette Tour ging dann doch leider saublöde zu Ende!! 

2010/11 Team Trikot

Strecke: 107 Km. Durchschnitt :21 Km/h. Höhenmeter :700 m. Zeit :5:12 Stunde. Beteiligung :16

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